
Color-Correcting oder Color-Katastrophe?!
Nachdem ich bereits einige westliche BB-Creams getestet habe, von denen ich keine einzige weiterempfehlen kann, stand ich vor einiger Zeit doch mal wieder bei dm und habe diese CC-Cream entdeckt ... Es war Sommer, ich wollte etwas leichtes und der Lichtschutzfaktor 20 war das passende Kaufargument. Ob dieses 8-in-1- Wunderprodukt wirklich empfehlenswert ist erfahrt ihr jetzt ...
Preis: 5,95€
Bezugsquelle: dm
Inhalt: 50 ml
Herstellerversprechen:
1. Verbessert die Strahlkraft der Haut
2. Mindert Pigmentflecken
3. Hellt den Hautton auf
4. Spendet intensiv Feuchtigkeit
5. Deckt Unebenheiten lang anhaltend ab
6. Reduziert die Faltentiefe
7. Schützt vor freien Radikalen
8. Polstert die Haut von innen auf
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| CC-Cream unmittelbar nach dem Auftrag - noch relativ hell |
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| während dem Einarbeiten - fleckige und ungleichmäßig |
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| ca. 1 Minute nach Auftrag, vollständig oxidiert |
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| Endergebnis - viel zu dunkel und fleckig |
Verpackung: Balea-typische, reisefreundliche, hygienische und praktische Kunststofftube mit Plastikdeckel
Geruch: Die CC-Cream hat einen intensiven blumigen Duft, den ich persönlich als nicht störend empfinde, wobei der Parfümzusatz mit Sicherheit nicht nötig gewesen wäre. Geruchsempfindliche werden hier nicht begeistert sein - abgesehen davon ist Parfüm bekannt für seine hautirritierende Wirkung...
Konsistenz: Die Konsistenz würde ich als sehr fest und pastös bezeichnen.
Farbe: Die Farbnouance "heller- mittlerer Hauttyp" ist leider gar nichts für alle Hellhäutigen. Kommt das Produkt direkt aus der Tube, sieht noch relativ hell aus. Aber Obacht - schon nach kurzer Zeit oxidiert die CC-Cream extrem und bekommt einen fiesen dunklen Orangestich. Hallo Halloween!
Auftrag: Sehr schwierig! Da der Autrag mit einem Buffer-Pinsel darauf hinauslief, dass das Produkt hin und her geschoben anstatt gleichmäßig auf der Haut verteilt wird, habe ich die gute alte Hand-Auftrags-Methode angewandt. Ich dachte mir, mit den Fingern könnte ich die CC-Cream gut einarbeiten und die Körperwärme würde das Produkt mit der Haut verschmelzen. Pustekuchen! Auch bei sehr schnellem Einarbeiten wird die CC-Cream fleckig und uneben. Sie will sich aus irgendeinem Grund einfach nicht mit der Haut verbinden. Das Ergebnis ist katastrophal - ungleichmäßig und total unnatürlich!
Deckkraft: Aufgrund der Tatsache, dass "CC" in dem Fall für "Color & Control Cream" steht, habe ich mir auch eine bessere Deckkraft als die einer BB-Cream erhofft. Balea verspricht langanhaltende Abdeckung von Unebenheiten. Wer minimale Markel hat wird mit der CC-Cream vermutlich zurecht kommen, wer allerdings Akne, Narben oder Pigmentflecken abzudecken hat kann auf Concealer auf keinen Fall verzichten. Das schlimme daran ist aber, dass das Hautbild nach dem Auftrag optisch kein Stück ausgeglichener ist als vorher - im Gegenteil. Aufgrund des unregelmäßigen Auftrags wird das Hautbild sehr unruhig. Zusätzliches Mysterium: Das Produkt verfügt zwar über eine "attraktive" (hust) Färbung, die die Haut tönt, jedoch alle Unebenheiten durchschien lässt. WTF?!
Finish: Das Finish ist glänzend, sodass ich das Produkt in jedem Fall nur in Kombination mit einem Puder tragen würde.
Tragegefühl: Leider muss ich auch hier sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Das Gefühl auf der Haut ist nicht wie erhofft leicht und kaum spürbar, sondern schwer und klebrig - egal ob mit oder ohne Puder. Ich fühle mich wirklich zugekleistert und kann meine erstickenden Poren geradezu im Hilfe schreien hören. Jede meiner konventionellen Foundations fühlt sich leichter an als diese CC-Cream.
Fazit: Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an die CC-Cream. Meine erhoffte Sommer-All-in-one-Cream mit Lichtschutzfaktor, die statt Sonnencreme meine Haut optisch verbessert und mir in einem unkomplizierten Schritt den Sommeralltag leichter macht ist dieses Produkt leider gar nicht. Angefangen von der viel zu denklen Farbe über den zickigen Auftrag und das schreckliche Hautgefühl ist es ein absoluter Reinfall. Ich kann das Produkt wirklich niemandem empfehlen.




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